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Michael Frietsch

† verstorben am 12.03.2015

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Dienstag, 29. Juli 2014, 23:41

DSG-Länder, Karte vom 29.7.2014

"Rheinland-Luxemburg" ist gut; werde ich wahrscheinlich übernehmen.

Übereinstimmung besteht jetzt bei folgenden Länderbezeichnungen:
Friesland-Niedersachsen
Mecklenburg-Vorpommern
Altmark-Brandenburg
Sachsen
Thüringen
Hessen
Nordrhein-Westfalen
Schwaben
Bayern.

Bei der Pfalz würde ich Rheinhessen wieder Hessen zuschlagen (dorthin gehörte es auch vor dem Zweiten Weltkrieg). Die rechtsrheinischen Gebiete, die Du jetzt der Pfalz zugeschlagen hast, finde ich auch gut, weil diese Gebiete vor Napoleon auch eine Einheit waren. Als Namensvorschlag hätte ich hier "Kurpfalz-Hohenlohe".

Dein "Franken" müsste "Mainfranken" heißen, weil ja die ganze Mundart- bzw. Ländergemeinschaft aus Mainfranken, Kurpfalz-Hohenlohe, Hessen und Rheinland-Luxemburg ebenfalls FRANKEN heißen soll.

"Elsass-Südbaden" gefällt mir nicht, weil wir dann von Baden nur den Süden hätten. Hier will ich vorerst bei "Baden-Elsass" bleiben.

"Schweiz-Liechtenstein" gefällt mir auch nicht; das habe ich schon erläutert - hier also vorerst weiterhin "Oberalemannien" und "Vorarlberg-Bodensee". Es könnte aber sein, dass ich Dir hier noch entgegen komme - vielleicht in der Form, dass wir das Gesamtgebiet Deines Landes Schweiz-Liechtenstein nehmen, das alemannische Nordufer der Bodenseeregion dazuschlagen und das ganze Land in drei Regierugnsbezirke/Kreisverbände aufteilen, etwa Schweiz, Bodensee und Vorarlberg-Liechtenstein. Außerdem müsste ein anderer Name für das Gesamtland gefunden werden (vielleicht "Südalemannien"; dann Baden-Elsas -> "Nordalemannien" und das Ganze zusammen mit "Schwaben" die Mundart- bzw. Ländergemeinschaft "Alemannien-Schwaben"). Hier muss ich mich aber noch entscheiden.

Unterschiedlicher Auffassung sind wir auch noch bei Kärnten-Steiermark, Tirol und Österreich. Das Salzach- und Enns-Tal sollten zu Österreich geschlagen werden, ebenso die Steiermark, während Kärnten und Tirol entweder ein Land Kärnten-Tirol oder zwei Länder bilden sollten. All das ergibt sich aus den Mundartgrenzen und -verwandtschaften (siehe die Karte "Deutsche Dialekte nach 1945").

Nachsatz: Würde es Dir viel Arbeit machen, Deine derzeitige Karte, im Augenblick in der Fassung vom 29.7.2014, die ich in den Dateianhang gestellt habe, in zwei Ausfertigungen weiterzuführen, nämlich gemäß Deinem und gemäß meinem jeweiligen neuesten Stand? Das würde die Themenarbeit erleichtern, weil ich dann auch jeweils unmittelbar auf eine Karte verweisen könnte, ohne jedesmal die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede auflisten zu müssen.

Michael Frietsch

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22

Freitag, 22. August 2014, 21:49

Beschluss vom 22. August 2014:

Bildung eines Landes Rheinland-Lützeburg/Letzebürg/Luxemburg mit den Kreisverbänden Niederlothringen (Niedersaarland und Fränkisch-Lothringen), Lützeburg (mit Minderheitesgebiet Arel und deutschsprachigem Gebiet um St. Vith, Moselfranken und Niederfranken (ripuarisches Mundartgebiet um Köln und Düsseldorf einschließlich deutschsprachiges Gebiet um Eupen.

Baden-Elsass wird zum Land Nordalemannien.

Bildung eines Landes Südalemannien mit den Kreisverbänden Oberalemannien (deutschsprachige Schweiz ohne niederalemannisches Bodenseegebiet, aber mit oberalemannischem Gebiet nördlich des Rheins), Bodenseeland (niederalemannisches Mundartgebiet um den Bodensee und östlich des Schwarzwaldes), Vorarlberg-Liechtenstein.

Kärnten (südbayerisches Mundartgebiet) und Tirol werden eigene Länder.

Damit ergibt sich mit dem Stand vom 22. August 2014 folgende Gesamtübersicht über die Gliederung der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Mundart-/Ländergemeinschaften, Länder und Kreisverbände:

Mundart-/Ländergemeinschaft FALEN-NIEDERSACHSEN
mit den Ländern:
- Friesland-Niedersachsen (Kreisverbände Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein; einschließlich Minderheitsgebiete Nord- und Ostfriesland sowie Südschleswig),
- Nordrhein-Westfalen,
- Ostfalen,

Mundart-/Ländergemeinschaft KURMARK-MECKLENBURG
mit den Ländern:
- Mecklenburg-Vorpommern (einschließlich Minderheitsgebiet Stettin),
- Altmark-Brandenburg,

Mundart-/Ländergemeinschaft SACHSEN-THÜRINGEN
mit den Ländern:
- Sachsen (einschließlich deutschsprachigen Minderheitsgebiete Görlitz, Reichenberg und Asch/Eger sowie des sorbischen Minderheitsgebiets)),
- Thüringen (Karte 1),

Mundart-/Ländergemeinschaft FRANKEN
mit den Ländern:
- Mainfranken,
- Hessen,
- Kurpfalz-Hohenlohe, (einschließlich Minderheitsgebiete Niederelsass und Obersaarland),
- Rheinland-Lützeburg/Luxemburg (Kreisverbände Niederlothringen (Niedersaarland mit Minderheitsgebiet Fränkisch-Lothringen), Lützeburg/Letzebürg/Luxemburg (mit Minderheitsgebiet Arel und dem deutschsprachigen Gebiet um St. Vith), Moselfranken, und Niederfranken (Gebiete um Köln und Düsseldorf) einschließlich deutschsprachiges Gebiet um Eupen),

Mundart-/Ländergemeinschaft ALEMANNIEN-SCHWABEN
mit den Ländern:
- Nordalemannien (ohne hochalemannisches Mundartgebiet am Hochrhein),
- Schwaben,
- Südalemannien (Kreisverbände Oberalemannien (deutschsprachige Schweiz ohne niederalemannisches Bodenseegebiet, aber mit oberalemannischem Gebiet nördlich des Rheins), Bodenseeland (niederalemannisches Mundartgebiet um den Bodensee und östlich des Schwarzwaldes), Vorarlberg-Liechtenstein),

Mundart-/Ländergemeinschaft BAYERN-ÖSTERREICH
mit den Ländern:
- Bayern,
- Tirol (Kreisverbände Nordtirol, Südtirol und Osttirol)
- Kärnten (südbayerisches Mundartgebiet einschließlich der slowenischen Minderheitsgebiete),
- Donauösterreich (Kreisverbände Wien, Donauland, Salzach-Enns, Burgenland und Steiermark; einschließlich des Minderheitsgebiets um Ödenburg),

Im Ganzen 18 Länder, die sich auf sechs Mundart-/Ländergemeinschaften verteilen. Bei diesen handelt es sich um eine verfassungsrechtliche Zwischenebene innerhalb der DSG, auf der die Länder nach ihren Mundart-Zugehörigkeiten in der Mundartpflege zusammenarbeiten. Gleichzeitig können sie bei nichtmundartlichen Angelegenheiten (z.B. Wirtschaft und Verkehr) andere Sonderverbindungen bilden.
Diese Lösung bietet ein geeignetes Scharnier oder eine Schnittstelle, um einerseits die sprachlich-mundartlichen Zusammenhänge zu pflegen und andererseits wirtschaftliche, verkehrsbedingte und andere nichtmundartlichen Angelegenheiten miteinander zu koordinieren.

Mit Dänemark wäre darüber zu verhandeln, ob die deutsch-dänische Grenze nach der tatsächlichen Sprachgrenze gezogen werden und im Zuge dessen die deutschsprachige Minderheit nördlich der heutigen Grenze und die danische Minderheit südlich davon jeweils entsprechend umgegliedert werden. Solang das nicht geschieht, wäre mit der Überlappungslösung zu arbeiten.
Diesen und anderen nicht-deutschsprachigen Minderheiten auf dem Gebiet der DSG sind die bereits vorhandenen, mindestens aber die Minderheitenrechte der Minderheiten- und Regionalsprachen-Schutzabkommen des Europarats zu gewährleisten und sowohl in der DSG als auch in deren Ländern verfassungsrechtlich zu verankern.

Grundlage dieser Zielform der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist der bestehende Rat für Deutsche Rechtschreibung (RDR); aus ihm soll die DSG schrittweise entwickelt werden. In der Anfangszeit werden sich die Zuständigkeiten des RDR bzw. der DSG nur auf die Rechtschreibung erstreckt. Nächster Schritt ist das Ausweiten der Zuständigkeiten auf die Pflege und Verteidigung der gesamten Deutschen Sprache einschließlich ihrer Mundarten. Hierzu müssen die betreffenden einzelnen Zuständigkeiten jeweils von den Bundesstaats- und Länderorganen, die sie heute noch innehaben, auf die entsprechenden Gemeinschafts- und Länderorgane der DSG übertragen werden.

Für die Hauptstadtfrage ist folgendes vorgesehen:
Falls die DSG eine einzige Hauptstadt haben soll, sollte diese möglichst in der Mitte des DSG-Gesamtgebiets liegen; in Betracht kämen z. B.:
Frankfurt a. M., Heidelberg, Würzburg, Kassel und Fulda.
Besser wäre wahrscheinlich, den Sitz der Gemeinschaftsorgane auf mehrere Städte im ganzen Gemeinschaftsgebiet zu verteilen, z.B.:
Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt a. M., Leipzig, Luxemburg (-Stadt), Straßburg, Zürich, München, Graz und Wien.

Gleichzeitig mit den Gemeinschafts-, Länder- und sonstigen Organen der DSG werden auf deren Gesamtgebiet die heutigen Staaten, Länder und anderen Gemeinschaften bestehen bleiben; ihre Gebiete und Grenzen werden sich mit denen der DSG und ihrer Länder überlappen. Soweit es gelingt, Länderneugliederungen vorzunehmen, sollen diese sich an den Grenzen der DSG-Mundartgemeinschaften und -Länder orientieren; Gleiches gilt für die innere Gliederung der Länder.
Gleichzeitig sollen auch über Sprachpflege und -Verteidigung hinaus nach und nach immer weitere Zuständigkeiten von den heutigen Staaten und Ländern auf dem DSG-Gebiet auf die DSG und ihre Länder übertragen werden. Auf diesem Weg sollen die heutigen Staaten und Länder einerseits in Richtung der DSG-Gliederung umgestaltet und andererseits durch die Zuständigkeitsübertragungen überflüssig gemacht werden bzw. eines Tages vollständig in den DSG-Gliederungen aufgehen.


Vorläufige Kartengrundlage im Dateianhang: Deutsche Dialekte nach 1945:
»Michael Frietsch« hat folgende Bilder angehängt:
  • Deutsche_Dialekte (2).png
  • DSG-Gebiet.jpg

Michael Frietsch

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Sonntag, 24. August 2014, 21:59

Habe jetzt Urlaub und mache das dann fertig!
Sehr stark die neue Karte, die ich zu den Kartengrundlagen im vorigen Beitrag dazugestellt habe - vielen Dank und schönen erholsamen Urlaub!

Michael Frietsch

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Sonntag, 19. Oktober 2014, 13:59

Organisationspyramide

Nach dem vorgesehenen Verfassungssystem der DSG und deren Beziehungen zur EU bräuchten wir eine Pyramide mit sechs Ebenen in folgender Gliederungsreihenfolge; die neueste Ausfertigung mit fünf Ebenen wie unten im Bild stimmt aber schon teilweise.

Die richtige Reihenfolge müsste von unten nach oben wie folgt aussehen:

Gemeinden -> Kreise -> Länder -> Länder- bzw. Mundartgemeinschaften -> DSG -> EU.
»Michael Frietsch« hat folgende Bilder angehängt:
  • DSG-MG 191014.jpg
  • DSG-Ebenen 19102014.png

Michael Frietsch

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Sonntag, 2. November 2014, 13:28

RE: RE: Organisationspyramide

So kann man also getrost den Status der Länder auf die Mundartgemeinschaften übertragen! Wir verhindern so das Einziehen einer weiteren (Verwaltungs)ebene. Ich finde das auch vor dem Hintergrund der Länderfusionsdebatte sinnvoller. Was meinst Du?
Die Gemeinden bleiben bei dieser Einteilung unberührt. Da hab ich mich nun schon Deinem Wunsch, zugegeben anfangs widerwillig, gebeugt.
Schliesslich wollen wir doch mit unserem Modell den Entwicklungen Rechnung tragen und das System nicht unnötig verkomplizieren?
Wir sollten uns meiner Meinung nach vorrangig über die Anzahl und Namen der Regionen (die fusionierten Landkreise) einigen, deren Zahl nicht unerheblich sein wird und allein in Kurmark-Mecklenburg um die 15-20 betragen könnte.

Mit dem Übertragen der Länderzuständigkeiten auf die Mundart-Gemeinschaften hätte ich nicht unbedingt ein Problem, auch nicht damit, die ganze DSG-Organisation nicht unnötig zu verkomplizieren. Ich habe nur nach wie vor Probleme damit, die ganze Neuorganisationsdiskussion in diese Richtung zu führen, also Fusionen von unten nach oben, während eine Subsidiarisierung doch eigentlich in die andere Richtung gehen sollte, also z.B. wie folgt:

Die heutigen Nationalstaaten bzw. autonomen Sprachregionen in dem Gebiet, das für die DSG vorgesehen ist, sollten in der DSG durch die Mundart-Gemeinschaften ersetzt werden, diese also die bisherigen bundes- bzw. nationalstaatlichen bzw. Sprachregionalen Zuständigkeiten übernehmen. Wir haben heute z. B. im RDR eben auch sechs Mitgliedsstaaten bzw. -Gemeinschaften: D, A, CH, FL, ST, DGB. An ihre Stelle würden die von uns entwickelten sechs Mundart-Gemeinschaften treten, die eben nur nicht solche Größenunterschiede haben, sondern eine recht gleichmäßige Größenverteilung haben. Da dieses Modell dazu führen würde, dass ein so großer Brocken wie die BRD aufgelöst würde, könnte ich mir vorstellen, dass die bisherigen kleineren Mitglieder eher dazu bereit sein könnten, sich in eine DSG einzubringen.

Was die Länderebene angeht, würde ich ihr Beibehalten bevorzugen. etwa so wie unten im angehängten Bild, von dem Du bei Gelegenheit noch eine Version erstellen wolltest, die mit meinem von Deiner Karte abgeleiteten Gliederungsmodell vom 26.7.2014 übereinstimmen würde, also insgesamt 18 Länder in der ganzen DSG:

Mundart-/Ländergemeinschaft (=Bundesstaat) FALEN-NIEDERSACHSEN
mit den Ländern:
- Friesland-Niedersachsen (einschließlich Minderheitsgebiete Nord- und Ostfriesland sowie Südschleswig),
- Nordrhein-Westfalen,
- Ostfalen,

Mundart-/Ländergemeinschaft (=Bundesstaat) KURMARK-MECKLENBURG
mit den Ländern:
- Mecklenburg-Vorpommern (einschließlich Minderheitsgebiet Stettin),
- Altmark-Brandenburg,

Mundart-/Ländergemeinschaft (=Bundesstaat) SACHSEN-THÜRINGEN
mit den Ländern:
- Sachsen (einschließlich deutschsprachigen Minderheitsgebiete Görlitz, Reichenberg und Asch/Eger sowie des sorbischen Minderheitsgebiets),
- Thüringen,

Mundart-/Ländergemeinschaft (=Bundesstaat) FRANKEN
mit den Ländern:
- Mainfranken,
- Hessen,
- Kurpfalz-Hohenlohe, (einschließlich Minderheitsgebiete Niederelsass und Obersaarland),
- Rheinland-Lützeburg/Luxemburg (einschließlich Minderheitsgebiet Arel und den deutschsprachigen Gebieten um St. Vith und Eupen),

Mundart-/Ländergemeinschaft (=Bundesstaat) ALEMANNIEN-SCHWABENmit den Ländern:
- Nordalemannien (ohne hochalemannisches Mundartgebiet am Hochrhein),
- Schwaben,
- Südalemannien (deutschsprachige Schweiz ohne niederalemannisches Bodenseegebiet, aber mit oberalemannischem Gebiet nördlich des Rheins, Bodenseeland (niederalemannisches Mundartgebiet um den Bodensee und östlich des Schwarzwaldes), Vorarlberg und Liechtenstein),

Mundart-/Ländergemeinschaft (=Bundesstaat) BAYERN-ÖSTERREICH
mit den Ländern:
- Bayern,
- Tirol (Nordtirol, Südtirol und Osttirol)
- Kärnten (südbayerisches Mundartgebiet einschließlich der slowenischen Minderheitsgebiete),
- Donauösterreich (Donauland, Salzach-Enns, Burgenland und Steiermark; einschließlich des Minderheitsgebiets um Ödenburg),

Unterhalb dieser Länderebene wäre ich dann mit einer Einteilung in Kreise (ohne Regierungsbezirke) einverstanden, und diese natürlich aus Gemeinden zusammengesetzt. Allerdings könnte ich mir bei den Gemeinden ähnlich wie beim Ersetzen der Bundes- bzw. Nationalstaaten durch die Mundart-Gemeinschaften auch eine homogenere Lösung vorstellen: Die großen Städte könnten in mehrere Gemeinden aufgeteilt, kleinere Gemeinden zu größeren zusammengefasst werden. Aus den ganz großen Städten oder bisherigen Stadtstaaten könnten dann Kreise innerhalb der Länder werden, während die Verbände aus den kleineren Gemeinden ebenfalls zu Kreisen zusammengefasst werden könnten. So hätten wir durchgehend Gemeinden, die sich in ihrer Größe nicht mehr so stark unterscheiden wie bisher, sondern nur noch dadurch, dass sich die einen (bisherige Großstädte und Stadtstaaten) auf eine kleinere Fläche erstrecken, weil ihr Gebiet eben dichter besiedelt ist, während sich die anderen für größenordnungsmäßig ungefähr die selbe Einwohnerzahl auf eine größere Fläche erstrecken. Wir hätten also weiterhin Stadtkreise und Landkreise, die sich aber in beiden Fällen aus Gemeinden zusammensetzen, während das bisher bei den Stadtkreisen nicht der Fall ist.
Der Übergang wäre dadurch zu bewerkstelligen, dass man die bisherigen Stadtkreise und Stadtstaaten in verschiedene Gemeinden aufteilt und diese zu Kreisen zusammenfasst; hierzu müssten die bisherigen gesamtstädtischen Zuständigkeiten auf die neuen Kreise übertragen werden, während die mehr auf die bisherigen Stadtbezirke bezogenen Zuständigkeiten auf der neu eingerichteten Gemeindeebene verbleiben würden. Auf dem Land würden in der Regel die bisherigen kleineren Kreise zu größeren zusammengefasst werden, wie sie es z.B. auch jetzt schon gibt - also auch hier eine größere Homogenisierung.

Als Beispiel kann ich Mittelbaden nennen. Hier gibt es südlich von uns bereits einen Großkreis, nämlich den Ortenaukreis. Dagegen sind wir in die Landkreise Rastatt und Karlsruhe aufgeteilt, und innerhalb dieser beiden Landkreise gibt es noch die Stadtkreise Baden-Baden und Karlsruhe. Auf einen solchen Unsinn könnten wir gern verzichten. Es gibt bisher den genau diese Kreise zusammenfassenden Regionalverband Mittelbaden -> dieser könnte unter Auflösen der bisherigen vier Kreisgebilde ohne weiteres zu einem Kreis Mittelbaden zusammengefasst werden. Allerdings würde sich dabei möglicherweise die Möchtegern-Weltstadt Baden-Baden erneut mit aller Kraft widersetzen; das ging bei der Kreisreform Anfang der Siebziger Jahre schon mal so: Auf dem Gebiet des jetzigen Landkreises Rastatt und des Stadtkreises Baden-Baden gab es früher die Landkreise Rastatt, Bühl, Kehl und eben den Stadtkreis Baden-Baden. Der ursprüngliche Plan sah vor, einen Landkreis Baden-Baden zu schaffen. Dann hätte aber die Weltstadt Baden-Baden auf ihre Status als Stadtkreis verzichten und sich als normale Gemeinde mit den Pöbel-Gemeinden der Landkreise Rastatt und Bühl zusammentun müssen. so kam es zu einer Volksabstimmung in Baden-Baden, die sich dafür aussprach, dass die "Weltstadt" ihren Status als Stadtkreis behielt, noch einige kleiner Gemeinden der bisherigen Landkreise Bühl und Rastatt aufsaugte und jetzt als unabhängiger Stadtkreis wie eine Enklave mitten im Landkreis Rastatt liegt, denn der frühere Landkreis Bühl wurde geteilt in den nördlichen Teil um Bühl herum, der zum Landkreis Rastatt kam, und den südlichen Teil um Achern herum, der zum Landkreis Offenburg (= Ortenaukreis) kam. Zu allem Überfluss hat dann Ex-Verkehrsminister Ramsauer den Bewohnern der Altkreise erlaubt, dass sie wieder ihr altes Kfz-Kennzeichen führen dürfen. So gibt es jetzt z.B. in Bühl bereits wieder etwa 5000 Fahrzeuge mit dem alten BH-Kennzeichen des ehemaligen Landkreises Bühl, und im Ortenaukreis (OG) sieht man wieder die ehemaligen Kennzeichen WOL (Wolfach), KEL (Kehl) und LR (Lahr).

Du siehst also, dass eine Einigung auf neue Organisationsstrukturen das bei weitem geringere Problem wäre als dann deren Umsetzung. Das darf aber nicht dazu führen, dass man das Ziel einer Neugliederung von vornherein aufgeben, sondern bessere Methoden und Wege entwickeln sollte, wie man ein Vorhaben dann auch in die Tat umsetzt.
»Michael Frietsch« hat folgendes Bild angehängt:
  • DSG-Länder 290714.jpg

Michael Frietsch

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Mittwoch, 5. November 2014, 22:51

Danke für die neue Karte, die die beste ist, die wir bisher hatten, auch weil sie unsere Positionen einander wieder ein Stück näher bringt.

Da wir mittlerweile einen Großteil aller offenen Fragen zur Deutschsprachigen Gemeinschaft beantwortet haben, werde ich demnächst wieder verstärkt an eine Neuauflage des vor zwei Jahren erstellten Zentraleuropäischen Grundgesetzes (ZEGG) in Gestalt eines DSG-Grundgesetzes machen: Deutschsprachiges Grundgesetz (DSGG).
In den Grundzügen bleibt es dabei, dass sowohl die derzeitigen Staaten und anderen Gebietskörperschaften auf dem für die DSG vorgesehenen Gebiet als auch der RDR und seine angestrebten Weiterentwicklungen parallel zueinander die Bestandteile und Verfassungsorgane der DSG bilden. Der Entwicklungsweg wird sein, dass nach und nach in kleinen Schritten sprachliche und später auch außersprachliche Zuständigkeiten von den Gebietskörperschaften auf den RDR und seine Nachfolgeorganisationen übertragen werden. Das ist in den Grundsätzen ein stabiles System, innerhalb dessen man für die Zuständigkeitsübertragungen jeweils nur die betreffenden Zuständigkeitskataloge im DSGG ändern muss.

Michael Frietsch

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27

Samstag, 22. November 2014, 22:47

Hätte noch Korrekturvorschläge:

Nordalemannien (Elsass, Südbaden u. Schwaben) = bleiben nur noch 2 Länder bzw. Großregionen für Alemannien übrig!

Alpenösterreich (Tirol u. Kärnten) = bleiben nur noch 3 Länder bzw. Großregionen für Bayern-Österreich übrig

Kurpfalz-Hessen (Pfalz und Hessen) = bleiben nur noch 3 Länder bzw. Großregionen für Franken übrig


____________________________________________________________________________________

- ausserdem brauchen wir nicht Schwaben extra mit aufführen da die ja auch Alemannen sind ;)

- und die von Dir geliebten Länder würde ich lieber gern (Groß)Regionen nennen, so daß die Länder dann die Mundartgemeinschaft selbst wären und der Staat der Bund dieser aller bildet (Gemeinden u. Gemeindeverbände -> Großregion -> Land -> Bundesstaat);
wobei die Souveränität der Länder in Zukunft dann eher der der US amerikanischen Bundesstaaten gleichen müsste (die Kompetenzen kannst Du in Deinem Katalog entsprechend anpassen)

- die Eigenverantwortung der Gemeinden und deren Verbände bleibt so auch durch die Erweiterung der kommunalen Selbstverwaltung und deren Kompetenzrückführung auf die Großregionen (Landkreise) gewahrt (Gemeinden/Gemeindeverbände [Kreise] und Großregion unterliegen dann beide der kommunalen Selbstverwaltung)

- und hab nicht immer Angst vor der zunehmenden Größe der Gemeinden und deren Verbänden; je größer, desto mächtiger sind sie doch; das ist wiederum wichtig um sich gegenüber den Landesregierungen durchzusetzen; guck Dir mal die viel zu kleinen fast machtlosen Gemeinden
Frankreichs an, dann verstehst Du was ich meine


- Falls die Einwohnerzahl ein Problem darstellt könnten wir natürlich auch die Anzahl der Großregionen (Landkreise) wieder erhöhen


Bei den Ländern gehe ich bei KURPFALZ-HESSEN mit, ebenso damit, für das heutige Österreich nur noch Donauösterreich und Alpenösterreich vorzusehen - allerdings habe ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht, ob die Tiroler und die Kärntner den abstrakten Begriff "Alpenösterreich" für gut befinden würden und nicht besser in TIROL-KÄRNTEN oder KÄRNTEN-TIROL ihre Identität besser wiederfinden würden. Aber das könnte man ja, wenn es so weit wäre, dann einer Volksabstimmung überlassen. Über die Ausdehnung dieses Landes haben wir jetzt jedenfalls auch Einigkeit erzielt, und deshalb ist es nicht mehr von großer Bedeutung, wenn Du weiter von ALPENÖSTERREICH ausgehst und ich von KÄRNTEN-TIROL.
Ähnlich ist es mit SCHWABEN. Natürlich sind die Schwaben nach sprach- bzw. mundartwissenschaftlicher Betrachtung auch Alemannen, aber ich glaube nicht, dass es den heutigen Schwaben gefallen würde, mit dem, was man heute umgangssprachlich unter alemannischer Mundart versteht, in einen Topf geworfen zu werden. Deshalb will ich ein Land SCHWABEN beibehalten.
Nach nochmaligem Überlegen will ich Nordalemannien doch lieber als NIEDERALEMANNIEN und Südalemannien als OBERALEMANNIEN fortsetzen.

Es verbleiben infolge dessen für die Deutschsprachige Gemeinschaft noch 16 Länder in sechs Mundart-Gemeinschaften.

Was die Gemeinden und Kreise angeht, habe ich nichts dagegen, wenn man sie zu größeren Einheiten zusammenfasst, um sie gegenüber den Ländern/Großregionen zu stärken. Dann sollten wir aber innerhalb der Gemeinden eine Rückverteilung gemeindlicher Zuständigkeiten auf die Stadtbezirke bzw. auf die Ortschaften (auf dem Land vornehmen), um die Bürgernähe der Verwaltung und ihrer Einrichtungen zu stärken.

Dass es mir nicht gefällt, die Länder in Regionen oder Großregionen umzubenennen, hatte ich bereits geschrieben, denn wenn wir eine Deutschsprachige Gemeinschaft aufbauen, sollte das mit möglichst wenig Fremdwörtern geschehen, und da wir mit den Ländern über eine deutschsprachige Bezeichnung verfügen, sehe ich keine Notwendigkeit, sie in Regionen umzubenennen, da im Umgang mit Fremdwörtern immer der Grundsatz gelten sollte, dass sie nur Verwendung finden, wenn es für ihren Begriffs- oder Bezeichnungsgegenstand keine deutschsprachige Bezeichnung gibt.

In Deiner Organisationspyramide können die Kreise, Städte/Gemeinden und Stadtbezirke/Ortschaften als eine Gemeinde-Organisationsebene genommen werden, denn die Kreise sind bereits heute nur Gemeinschaften aus Gemeinden, und die Stadtbezirke/Ortschaften sind ebenfalls schon heute nicht mehr als Untergliederungen der Gemeinden, so dass es dabei bleibt, dass die Gemeinden die unterste Organisationsebene bilden, gefolgt von den Ländern und den Mundart-Gemeinschaften. Bei den Mundart-Gemeinschaften sollten wir uns noch darüber austauschen, ob sie in der DSG nicht die Nachfolge der heutigen Bundesstaaten antreten sollen und dann, falls ja, auch so bezeichnet werden sollten ("Bundesstaat" oder "Bundesrepublik" oder, um auch hier einen rein deutschsprachigen Begriff einzuführen, "Ländergemeinschaften").

Michael Frietsch

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28

Freitag, 12. Dezember 2014, 20:58

Die Zusammenfassung zu großen Dialektgruppen in Großregionen oder Bundesländer o.ä. sollte doch neben einer gewissen ökonomischen Selbstständigkeit zuerst das Überleben der Dialekte (bzw. Sprachen) in der Neuzeit ermöglichen. So wird es erst dadurch an den Schulen möglich sein ein Lehrfach "Landesdialekt" einzuführen, wo die "Sprache" dann geschlossen mit all den Mundarten vermittelt werden kann. Meiner Meinung nach kann gerade in Zeiten hoher innerdeutscher Migration nur so ein gewisses Maß an Identität bewahrt bleiben.

Die Idee mit einem Schulfach "Landesdialekt" ist gut. Wir sollten sie weiterentwickeln, sodass sie nicht nur Bedeutung und Umfang eines Schulfaches hat, sondern auch allgemein in den Schulen und im öffentlichen Leben in Gestalt einer Art Zweigleisigkeit von Hochsprache und Mundartart ausgebaut wird.
Diese Identität basiert natürlich u.a. auf den Sprachexport aus den Siedlungsgebieten der alten germanischen Stammesverbände der Sachsen, Franken, Thüringer, Alemannen und Bayern.
Es liegt also an uns das linguistische Erbe der fünf alten Verbände zu bewahren und oder neu zu entdecken......

Ich dachte, wir hätten uns auf sechs Länder geeinigt!

Müsste in Deine Organisationspyramide nicht die Zentraleuropäische Gemeinschaft (ZEG) eingebaut werden (zwischen DSG und EU)?

Die Länder Deiner Organisationspyramide gehe ich mit; bisher hatte ich sie als Ländergemeinschaften bezeichnet.

Die Regionen Deiner Organisationspyramide gehe ich mit; bisher hatte ich sie als Länder bezeichnet. Allerdings bleibt es dabei, dass mir "Regionen" aus fremdwortsprachlichen Gründen nicht gefällt - ich gehe das aber vorläufig mit, bis ich eine bessere, rein deutschsprachige Bezeichnung gefunden habe. Ich hatte bereits an "Gaue" gedacht, aber die sind ja von den Nazis missbraucht worden.

Zwischen den Gemeinden und den Regionen muss es Kreise geben.

Die Gemeindeebene müsste noch aufgeteilt werden, aber nicht unbedingt durchgehend: Unterste Ebene sind die (räumlich voneinander getrennten) Ortschaften; diese können sich zu (Verbands-) Gemeinden zusammenschließen. Die Ortschaftsebene entfällt bei großen Städten; diese können in Stadtteile unterteilt werden. Sowohl bei den Städten als auch bei den Verbandsgemeinden muss eine Zuständigkeitsverteilung von oben nach unten vorgenommen werden, denn der immer noch vorherrschende Zentralisierungsirrsinn muss gebrochen werden (Stichworte Verkürzung der Behördenwege und Bürgerannäherung der öffentlichen Infrastruktur).

Damit käme es zu einer Organisationspyramide mit acht Ebenen:

EU

ZEG

DSG

Länder

Regionen (Gaue/Landschaften/Kreisverbände)

Kreise

Gemeinden (Stadtgemeinden und Verbandsgemeinden)

Stadtteile und Ortschaften.

29

Samstag, 3. September 2016, 02:26

:!: