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Michael Frietsch

† verstorben am 12.03.2015

Beiträge: 276

Wohnort: D-77815 Bühl, Mittelbaden

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Freitag, 22. August 2014, 22:25

Umgang mit sexuellen Abweichungsformen

In den durch verschiedene öffentliche Bekenntnisse ("Outing", "Coming Outs") angeheizten Diskussionen über den Umgang mit abweichenden Sexualformen (Homosexualität, Transsexualität, Intersexualität usw.) geht es vorrangig darum, Toleranz und Vielfalt zu befördern. Das ist auch richtig!

Ein Gesichtspunkt wird dabei aber in der Regel vergessen, nämlich der genau so hoch einzuschätzende und zu gewährleistende Schutz der Grundrechte von Personen, die der großen Mehrheit der Bevölkerung angehören, denn wenn man zurecht die Grundrechte der Angehörigen abweichender Bevölkerungsgruppen bzw. von Minderheiten gewährleisten will, muss man im gleichen Atemzug dafür sorgen, dass ALLE! Personen, auch die Angehörigen der Mehrheit, mindestens in gleichem Maß geschützt werden.

Ein Beispiel soll das verdeutlichen: In den letzten Jahren wird mit viel Aufwand, Einsatz und Leidenschaft der Schutz von Frauen und Kindern, von Homosexuellen beiderlei Geschlechts und anderen geschlechtlichen Abweichungsformen vor Benachteiligungen, Belästigungen und Gewalt betrieben, und das ist gut so! Wo aber bleibt der Schutz beispielsweise heterosexueller Frauen und Männer davor, dass sie von ihren jeweiligen homosexuellen Geschlechtsgenossen in der selben Weise in ihrem persönlichen Lebens- und Geheimbereich gefährdet, verletzt oder sonst beeinträchtigt werden wie es zu Gunsten der Angehörigen abweichender Sexualitätsformen geschehen soll?
Zum weiteren Veranschaulichen: Sollen heterosexuelle Frauen und Männer es hinnehmen müssen, dass sie z.B. in der Duschkabine begehrlichen Blicken homosexueller Geschlechtsgenossen ausgesetzt sind? Dazu folgende unmissverständliche Klarstellung:
Nicht alle heterosexuellen Frauen und Männer fühlen sich dadurch gestört, und nicht alle homosexuellen Frauen und Männer richten bei solcher Gelegenheit begehrliche Blicke auf ihre heterosexuellen Geschlechtsgenossen! Doch für die einzelnen Personen beider Gruppen, auf die das jeweils zutrifft, muss ein ebensolcher Schutz gewährleistet sein wie für die Angehörenden abweichender Sexualitätsformen!